Open Source Software

Grenzenlose Möglichkeiten - Ein Szenario


Die Anzahl von Open Source Softwarelösungen für den professionellen Einsatz im Unternehmen übertrifft alle Erwartungen. Um auf diesen Seiten ein Beispiel zu geben, greift Riccaut auf ein übliches Szenario zurück.

Das folgende Beispiel behandelt die Einführung von Unix basierten Open Source Software in einer von Windows dominierenden IT-Umgebung. Die nahtlose Integration beider Systemplattformen, Windows und Unix, sowie eine unverändertes Desktop-System für die Beschäftigten definieren die Rahmenbedingungen.

Die aufgeführten Softwarekomponenten stützten sich auf Linux als Betriebssystem. Die Konzentration auf eine bestimmte Distribution oder ein Unix-Derivat ist hierbei nicht erforderlich.

Datei- und Druckserver: Samba

Das gesamte Dateimanagement wird von Samba übernommen. Das Softwarepaket ermöglicht allen auf Windows basierten Arbeitsplätzen den Zugriff auf einen zentralen Dateiserver. Darüber hinaus wird mit Samba ein Druckserver für Windows-basierte Arbeitsplätze bereitgestellt.

DHCP-Server

Der DHCP-Server dient der eindeutigen Zuordnung von IP-Adressen zu vorhandener Hardware. Durch eine automatische Konfiguration der Netzwerkeigenschaften wird insbesondere Mitarbeitern, die über mobile Computer verfügen, der Wechsel ihrer Umgebung ermöglicht.

Darüber hinaus vereinfacht der DHCP-Server die Übergabe von neuen Parametern nach Änderung der Netzwerkkonfiguration.

Fax Server

Der Fax Server nimmt über die Telefonleitung eingehenden Nachrichten entgegen. Diese werden als PDF an die zuständigen Mitarbeiter via e-Mail weitergeleitet oder auf dem zentralen Dateiserver gespeichert. Ausgehende Nachrichten und umfangreiche Textdokumente können auf diese Weise auch als Fax gesendet werden.

LDAP: Open-LDAP

Der LDAP Server dient zur Bereitstellung und Pflege von Benutzerdaten. Dazu zählen insbesondere Benutzerberechtigungen, die von eingesetzten Programmen abgefragt werden. Weiterhin verwaltet der LDAP Server z. B. alle personenbezogenen Angaben wie Telefondurchwahl, Abteilungskürzel, Personalnummer, etc., die von unterschiedlichen Applikationen zentral abgefragt werden können.

E-Mail Server: Qmail

Der E-Mail Server ist ein zentraler Kommunikationspunkt des Unternehmens. Er dient dem Empfang und dem Versand elektronischer Nachrichten. Qmail genügt besonders hohen Ansprüchen an Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit, die an einen E-Mail Server gestellt werden.

Proxy Server: Squid

Der Proxy Server minimiert den anfallenden Datenverkehr. Er sammelt angeforderte Internetinhalte und legt sie in einen vorübergehenden Speicher ab. Werden die selben Inhalte noch einmal abgefragt, so werden diese aus dem Zwischenspeicher bereitgestellt. Somit verringert sich die Belastung der Internetverbindung, und der Zugriff auf langsame Webserver erfährt eine deutliche Beschleunigung.

Der Proxy Server kann außerdem zur Kontrolle oder Einschränkung abrufbarer Angebote aus dem Internet eingesetzt werden.

Firewall: Ipfw

Die Firewall ist ein notwendiger Schutz vor externen Angriffen auf das interne Netz. Sie definiert Regeln, die einen Zugriff auf Netzressourcen und Unternehmensdaten erlauben oder verweigern.

VPN: Free S/WAN

Der Einsatz einer VPN-Lösung ermöglicht Mitarbeitern den sicheren Zugriff von unterwegs oder von zu Hause auf das Firmennetz. Durch die Bereitstellung dieser Kommunikationsmöglichkeit erhalten vor allem Außendienstmitarbeiter einen ständigen Zugriff auf die Unternehmens-Ressourcen. Flexible Berechtigungsregeln können beispielsweise Daten für bestimmte Personen nur in einem definiertem Zeitfenster verfügbar machen.

Remote-Support

Der Einsatz eines Open Source Betriebssystems ermöglicht eine kosteneffektive und zügige Wartung der genannten Systeme. Durch die Möglichkeit der Fernwartung der gesamten Installation wird gleichzeitig die Ausfallzeit bei auftretenden Störungen drastisch verringert.