Open Source Software
Senkung der Investitionskosten
Die Darstellung der Anschaffungskosten für Open Source Software ist kurz und bündig: Für das Recht zur Nutzung der Software fallen keine Gebühren an.
Kosten der Abhängigkeit und fehlender Kompatibilität
Die Tatsache, freie Software kostenfrei zu nutzen, ist ein willkommenes Instrument, um der seit Jahren konstant stark ansteigenden IT-Kosten Herr zu werden. Insbesondere trägt zu diesem Anstieg die häufig wechselnde Preispolitik dominierender Produktunternehmen bei. Die Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller ist folgerichtig auch eine Preisabhängigkeit.
Dieses Abhängigkeitsverhältnis wird zusätzlich durch regelmäßig auftretende Fehler verdeutlicht. Die allzu unwillige Reaktion großer Softwareunternehmen auf so genannte "Bugs" - Fehler in der Software - wirkt sich für den Kunden teuer aus. Eine direkte Einflussnahme auf die Verantwortlichen ist nicht möglich.
Die ungenügende Umsetzung allgemein festgelegter Standards in vielen kommerziellen Produkten trägt zu weiteren Folgekosten bei. Die zugesicherte Kompatibilität, häufig ein Grund für den Einsatz bestimmter Softwarelösungen in einem heterogenen Umfeld, erfüllt selten die Erwartungen. Mängel können erst erkannt werden, wenn das Produkt bereits erworben wurde.
Diese Überraschungen fordern im weiteren Verlauf der Arbeiten teilweise akrobatische Verrenkungen von allen Beteiligten. Die Haltung der verantwortlichen Unternehmen trägt im Vergleich zu den Autoren von Open Source Software nur selten zu einer zügigen Problemlösung bei.
Customizing - die Möglichkeit, selbständig etwas zu Verändern
Die Anforderungen innerhalb einer umfangreichen EDV-Umgebung sind trotz ihrer äußeren Ähnlichkeit sehr verschieden. Die Lösung einiger Aufgaben erfordert Modifikationen dem zugrundeliegendem Programm, die über eine übliche Konfiguration eingesetzter Systeme hinausgeht.
Open Source gibt auch hier ein exzellentes Beispiel seiner Professionalität ab. Anstatt die Zeit für das Warten auf ein neues Release oder ein Service-Pack aufzubringen, können selbständig Schritte zur Problemlösung unternommen werden.
Die Möglichkeit, Änderungen am Programmcode vorzunehmen und die Anwendung für eigene Zwecke zu optimieren, verkürzt deutlich die meisten Wartungs- und Anpassungstätigkeiten. Die breite Unterstützung anderer Nutzer kann dabei jederzeit in Anspruch genommen werden.
Remote-Support - zügige und kosteneffektive Problemlösung
Eine seit Jahrzehnten übliche Methode, Probleme von einem beliebigen Ort aus lösen zu können, zählt bei Open Source Betriebssystemen zur Selbstverständlichkeit. Der grundsätzliche Aufbau eines freien Betriebssystems ermöglicht die on-line Realisierung nahezu aller Wartungsarbeiten. Nur in sehr seltenen Fällen ist ein Vor-Ort-Termin notwendig. Dieser Vorteil mindert in einem hohen Umfang die Zeit und die Kosten, welche sonst für die Problemlösung aufzuwenden wären.
Ausfallkosten
Die hohen Anforderungen an eine unternehmensweite IT-Systemumgebung tolerieren keine Ausfälle. Eine hohe Anzahl weit verbreiteter Serverbetriebssysteme muss in regelmäßigen Abständen neu gestartet werden - dies ist meistens der Installation neuer Komponenten oder den Folgen eines Systemabstürzes zuzuschreiben.
Angesichts der heute gültigen technologischen Standards bedarf das Festhalten an solchen Systemen einer gründlichen Überlegung.
Auch hier empfiehlt sich die Open Source Software durch zeitnahe, an den Erfahrungen der Praxis angelehnte Korrektur von Mängeln.